
Liebe Reisegruppe,
im Rahmen meiner Vorberichterstattung zur "Tour de Bil 2007", der ungedopten Schwester der Tour de France [ungedopt, da ohne Fahrraeder und lediglich Ahornsirup zur Leistungssteigerung zugelassen] , möchte ich Sie heute in ein fremdes Land entführen.
Am Rande der menschlichen Zivilisation, kurz hinterm Güterbahnhof Buffalos leben die letzten wildlebenden Weißen unserer Erde. Die Gruppe besteht aus mehreren starken Männchen, zehn weiblichen Tieren und einigen Frischlingen. Im Gegensatz zu den freilebenden Schwaben leben die wilden Weißen nicht von der Jagd auf Teigwaren, Antilopen und Bananen, sondern vom IWaRog.
Das Internationale Weltartenschutzförderungsgesetz (IWaRog) unterstützt seit den siebziger Jahren viele freilebende Menschenstämme, die sich aufgrund ihrer Tradition und Fähigkeiten nicht in unsere Gesellschaft eingliedern lassen wollen - z.B. auch die halbwilden Kanadier. Wildlebende Weiße im strengen Sinne sind aber nur die Exemplare, die hinter dem Buffaloer Güterbahnhof leben: Wie vor Jahrtausenden füllt dort Erwin, ein stark behaartes Männchen, seinen Wohngeldantrag noch mit einem im Feuer gehärteten Ahornholzspan aus. Abends sitzen die Weibchen im hohen Gras und säugen die Jungtiere, während die Männer die Beute aus dem Überfall auf den Aldi-Markt verteilen und danach gierig in sich hineinschütten. Manchmal sieht man sie auch am Tage in der Fußgängerzone stehen, wie sie versuchen, versteinertes Harz gegen Bernstein zu tauschen, ein Trick, der immer noch funktioniert.
In Konflikt mit dem Gesetz geraten sie oft bei ihrer ungenierten Jagd auf alleinstehende Fahrräder. Seit das wildlebende Fahrrad bei uns schon um die Jahrhundertwende völlig ausgerottet wurde und wir heute nur noch hochgezüchtete Rassen mit bis zu 21 Gängen kennen, kann man ohne Geld nicht mehr an die geduldigen Reittiere herankommen. Nach Altvätersitte fangen die wilden Weißen ihre Stahlrösser aber einfach in der Fußgängerzone ein, wenn sie an einem Fahrradständer rasten.
Derartige Übergriffe können natürlich nicht geduldet werden. Ähnlich wie die Amerikaner, die friedlich zwischen den Bueffeln in den amerikanischen Nationalparks grasen, sollten wir auch unsere freilebenden kanadischen Stämme in die Reservate eingliedern. So könnten dann auch Ahornsirupzapfer und Holzfaeller lethargisch zwischen den anderen Nordamerikanern im Safaripark Stuckenbrock liegen, dort, wo sie niemanden stören.
Ein Doekel, ein Blog. Virtuos und fantasievoll. Wenn wir das jetzt noch mit der Gross- und kleinschreibung hinbekommen, dann sind die Texte auch fuer den gebildeten Mittelschulabsolventen eine leicht verdauliche Kost. Innehalten und sich erfreuen an dem schoenen auf der Welt. Der Doekelblog, ein Blog nach alter Vaeter Sitte.
ReplyDeleteGespannt wartent harre ich den Dingen.
Gnut
Freu mich schon auf die Berichte. Hey, immerhin hat der Mann die halbe Welt bereist. Bisher leider nur mündlich überliefert! Ich weise hier nur auf die Humbold'sche Expedition zum "Cheval noire" im Elsass oder die von entspannter Reggaemusik (Danks to da great Bob Maarlin', we're still jammin') untermalte Durchquerung des durch Kriegswirren zerstörten Balkan!
ReplyDeleteIhn kennen, heisst staunen!!
Viele Grüsse
Freu mich schon auf die Berichte. Der Mann hat immerhin die halbe Welt bereist, was bislang leider meist nur mündlich überliefert wurde. Legendär die Humboldt-Dökel'sche Expedition zum "Cheval Noire" (das Atlantis unter den Flammkuchenläden). Die Humboldt-Dökel'sche Entdeckung der Eiger Nordwand des Matterhorns entlang der Tauernautobahn oder die Durchquerung des kriegszerstörten Balkans im Golf zu Starkkaffee und sanfter Regaaemusik (Tanks to da great Bob Maarlin' we'ra still jammin'). Wie diese Expedition (übrigens ohne Thomas von Humboldt) ausgehen wird...? Viel Spaß
ReplyDeleteBin schon gespannt wie gross die Bierdeckelsammlung ausfaellt bis ihr hier aufschlagt...Vorher aber bitte noch die Ankunftsdaten am Port Chicago (welcher?) durchgeben. Viel Spass beim Entdecken der Weiten der Praerie!
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