Wednesday, August 01, 2007

Tag 1: Einzug der Gladiatoren.....

....oder: ein Team stellt sich vor!

Endlich sind sie da! Nach stundenlangen Reisestrapazen ("die mitgebrachten Reisekissen passen irgendwie nicht zu den ergonomisch geformten Sitzen des Fliegers") und den kleinen Hinterhaeltigkeiten die ein Ueberseeflug dem Schwaben so praesentiert ("....da finden wir doch erst zwei Stunden vor der Landung raus, dass der Prosecco an Bord "umsonscht" ist"), stehen sie endlich vor dem Reiseleiter.

"Sie" sind Stella "Kleopatra" Neugebauer und Alex "Haeuptling Sanfte Wolke" Stephany - meine Reisegruppe. Die perfekte Reisegruppe, wie ich zu sagen pflege, denn hier vereinigen sich Anmut, Grazie, Geduld, Fingerspitzengefuehl und unuebertroffene Ortskenntnis und Orientierungsvermoegen.

"Sie" stehen auf Gleis 13 - niemand weiss, weshalb, und niemand weiss, wie sie dort hingekommen sind. Angekommen sind sie auf jeden Fall woanders. Ich bin heilfroh, dass beiden die Gluthitze im Untergrundbahnhof Manhattans nichts, aber auch gar nichts, ausmacht. Kleopatra findets kuschlig, frohlockt gar ob des Gegensatzes zur sommerlichen Kaelte in Deutschland. Der Haeuptling? Ich vermeide die Nachfrage. Egal! Auf in den naechsten Pub, der Haeuptling braucht Bier.

In der Traenke werden dann die Verluste gezaehlt. Nicht nur dass "Homeland Security" versucht hat Identitaeten zu stehlen, nein, damit nicht genug, vor Abflug wurde bereits das einzige Feuerzeug konfisziert und man hatte auch ein Einsehen mit dem haesslichen Kofferband. Doch: Wie soll der Haeuptling nun ohne Feuerzeug die Flaschen oeffnen und gleichzeitig die Kronkorken unversehrt lassen?

Feuerzeug? Papperlapapp, der Haeuptling laesst sich nicht beirren, die Jagd auf Kronkorken wurde unverzueglich aufgenommen, zumal die Reisegruppe Proviant fuer die Fahrt in's Basislager auf Long Island brauchte. In Sekundenschnelle wurden die ersten zwei Flaschenverschluesse, nebst Flaschen und Inhalt, dingfest gemacht. Nicht nur die Kronkorken glaenzten im Neonlicht der Bahnhofshalle, auch die Augen des Haeuptlings. Ungluecklich nur, dass die glaenzenden Verschluesse alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten und die Flasche an sich voellig ausser Sichtweite kam. Ich war nicht in der Lage festzustellen, ob es Traenen waren oder Schweissperlen, die "Sanfter Wolke" von der Wange kullerten. Ob unsere schmerzverzerrten Gesichter die bruetende Hitze oder das, was da aus den Flaschen ueber die Geschmacksknospen unserer Zungen rann, als Ursache hatte. Der Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz; Kleopatra bewahrt ganzzeitliche Anmut; der Schwabe "trinkt, was zahlt isch"; und ich, ich bin ja nur der Reiseleiter.

Moral des Tages: "Obacht! Auch unter den schoensten Kronkorken, verbirgt sich manchmal ein Blaubeer-Bier!"

Cheers,

Euer Reiseleiter

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